Epigenetik & biologisches Alter

Epigenetik-Lebensstil-Check: Wie gut unterstützt dein Alltag deine Gene?

Acht kurze Fragen zu den Hebeln, die in Studien am stärksten mit deinen epigenetischen Mustern zusammenhängen: Schlaf, Bewegung, Ernährung, Stress, Rauchen, Alkohol und deine Beziehungen. Am Ende siehst du, wo du stark bist und wo du am meisten gewinnen kannst.

  • ⏱ 2 Minuten
  • 8 Fragen
  • Grundlage: Studien zu Lebensstil und Epigenetik
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Epigenetik-Lebensstil-Check

Wie viele Stunden schläfst du meist pro Nacht?
Wie oft bewegst du dich mindestens 30 Minuten (inklusive Krafttraining)?
Wie viele Portionen Gemüse und Obst isst du am Tag?
Wie gestresst fühlst du dich in einer normalen Woche?
Rauchst du?
Wie oft trinkst du Alkohol?
Wie oft isst du stark verarbeitete Lebensmittel oder Süßes?
Wie oft bist du in der Natur oder mit Menschen, die dir guttun?

Deine Angaben werden nur in deinem Browser berechnet und nicht gespeichert.

So funktioniert der Epigenetik-Lebensstil-Check

Der Check fragt die acht Lebensstil-Hebel ab, die in Studien am häufigsten mit epigenetischen Mustern und dem Tempo des biologischen Alterns in Verbindung gebracht werden:

  • Gemüse- und Fischverzehr, Bewegung und ein gesundes Gewicht hingen mit einem jüngeren epigenetischen Alter zusammen, Rauchen und Alkohol mit einem älteren (Quach et al. 2017).
  • In zwei großen US-Kohorten hatten Menschen mit fünf gesunden Gewohnheiten mit 50 Jahren eine um 12 bis 14 Jahre höhere Lebenserwartung (Li et al. 2018).
  • Schlafprobleme und lebenslanger Stress gingen mit einer beschleunigten epigenetischen Alterung einher (Carroll et al. 2017, Zannas et al. 2015).
  • In einer kleinen Pilotstudie veränderte ein achtwöchiges Programm aus Ernährung, Bewegung, Schlaf und Entspannung das epigenetische Alter messbar (Fitzgerald et al. 2021).

Jede Antwort bringt 0 bis 3 Punkte. Dein Ergebnis ist der Anteil der möglichen Punkte: ab 75 Prozent starkes Fundament, 45 bis 74 Prozent gute Basis, darunter viel ungenutztes Potenzial. Die Einteilung ist eine Orientierung unserer Redaktion und kein klinisch validierter Score. Einen Messwert liefert nur ein epigenetischer Labortest, mehr dazu im Ratgeber Epigenetischer Test.

Häufige Fragen

Was misst der Epigenetik-Lebensstil-Check?

Er fragt acht Lebensstilfaktoren ab, die in Studien mit epigenetischen Mustern zusammenhängen, und zeigt dir, wie gut dein Alltag eine gesunde Genregulation unterstützt und wo deine größten Hebel liegen.

Ist das ein echter Epigenetik-Test?

Nein. Der Check ist eine Selbsteinschätzung deines Lebensstils. Ein epigenetischer Labortest misst dagegen die DNA-Methylierung aus Speichel oder Blut. Beides ergänzt sich gut: Der Check zeigt, wo du ansetzen kannst, der Labortest liefert einen Messwert.

Kann ich meine Epigenetik wirklich beeinflussen?

Viele epigenetische Markierungen reagieren auf Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress und Gewohnheiten. Wie stark der Effekt im Einzelfall ist, lässt sich nicht genau vorhersagen, aber die Richtung ist in Studien gut belegt.

Welcher Hebel bringt am meisten?

Der, bei dem du aktuell am schwächsten abschneidest. Rauchen aufzugeben hat den größten Einzeleffekt. Danach folgen meist Bewegung, Schlaf und Stressregulation.

Wie oft sollte ich den Check machen?

Alle vier bis acht Wochen. So siehst du, ob deine neuen Gewohnheiten wirken und wo du nachjustieren kannst.

Quellen

  1. Quach A. et al. (2017): Epigenetic clock analysis of diet, exercise, education, and lifestyle factors. Aging 9(2): 419–446. doi:10.18632/aging.101168
  2. Li Y. et al. (2018): Impact of healthy lifestyle factors on life expectancies in the US population. Circulation 138(4): 345–355. doi:10.1161/CIRCULATIONAHA.117.032047
  3. Carroll J. E. et al. (2017): Epigenetic aging and immune senescence in women with insomnia symptoms: findings from the Women's Health Initiative Study. Biological Psychiatry 81(2): 136–144. doi:10.1016/j.biopsych.2016.07.008
  4. Zannas A. S. et al. (2015): Lifetime stress accelerates epigenetic aging in an urban, African American cohort: relevance of glucocorticoid signaling. Genome Biology 16: 266. doi:10.1186/s13059-015-0828-5
  5. Fitzgerald K. N. et al. (2021): Potential reversal of epigenetic age using a diet and lifestyle intervention: a pilot randomized clinical trial. Aging 13(7): 9419–9432. doi:10.18632/aging.202913

Fachlich geprüft von Alice Werner am . Der Test ist eine Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei Beschwerden oder auffälligen Ergebnissen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

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